Genealogie: Die Geschichte meiner Familie

Seit nun mehr als 5 Jahren beschäftige ich mich mit der Genealogie meiner Familie.

Alles Begann mit dem Tod meiner Großmutter Hannelore Quetsch (geb. Grub) im Jahre 2010. Beim Durchstöbern des Nachlasses entdeckte ich viele alte Briefe, Fotos, einen kleinen Stammbaum, ein Buch über die Familie Quetz und eine alte Familienbibel. Meine Neugier war geweckt. Wer waren diese Menschen? Wie haben sie gelebt? Und in welchem Verwandtschaftsverhältnis stehen sie zu mir?

Die ersten Generationen des Stammbaums von Stephan Benz

Der mehrere hundert Fotos große Fundus beinhaltet neben Familienfotos, Porträts, Reisefotos auch Zeugnisse vergangener Kriege. Das älteste unter ihnen zeigt bayerische Soldaten kurz nach dem Krieg von 1866. Erkennbar sowohl an den Erinnerungskreuzen für die Teilnahme an diesem Krieg, als auch an verschiedenen (Kleidungs-)Utensilien. Des Weiteren einige Bilder des Ersten Weltkrieges und nachkolorierte Bilder meines Großvaters vom Zweiten Weltkrieg.

Gruppenbild von circa 1866 nach dem Bayrischen Krieg

Gruppenbild von circa 1866 nach dem Bayrischen Krieg

Gruppenbild aus dem Ersten Weltkrieg, datiert auf den 11. Sept. 1917

Gruppenbild aus dem Ersten Weltkrieg, datiert auf den 11. Sept. 1917

Nachkoloriertes Foto von Heinrich Quetsch während dem Zweiten Weltkrieg vor dem Schloss in Braunschweig

Nachkoloriertes Foto von Heinrich Quetsch während dem Zweiten Weltkrieg vor dem Schloss in Braunschweig

Die meisten Familienfotos zeigen die Familien Quetsch und Grell.

Grell, Theresia Rosa - Quetsch, Heinrich

Grell, Theresia Rosa - Quetsch, Heinrich

Familie Grell

Familie Grell

Vermutlich Familie Georg Quetsch

Vermutlich Familie Georg Quetsch

Am meisten hatte es mir doch die alte Familienbibel aus dem Jahre 1755 angetan. Vor allem die handschriftlichen Einträge vorheriger Generationen in die Biblia Germanica (25. Dilherr-Bibel, gedruckt in Nürnberg bei Johann André Endter, 1755) finde ich bis heute bemerkenswert. Die ältesten Einträge hieraus stammen aus dem Jahr 1845.

Familienbibel der Familie Grub aus dem Jahre 1755

In den vergangenen Jahren habe ich nach und nach die einzelnen Briefe, Fotos sowie weitere Dokumente ausgewertet. Konnte ich anfänglich nur rund 50 Namen zusammenfügen bin ich mittlerweile bei rund 3.700 Personen angekommen.

Vorgehensweise: Erste Schritte der Familienforschung

Aller Anfang ist schwer, aber es lohnt sich. Zunächst einmal sollten alle Informationen zur Familie zusammengetragen werden. Darunter zählt das Befragen von Eltern, Großeltern und Verwandten. Neben dem Notieren von Namen, sowie Geburts-, Sterbe- und Hochzeitsdaten sind vor allem Ortsinformationen, die bei bereits verstorbenen Generationen entscheidend weiterhelfen können. Es empfiehlt sich daher von Anfang an die Nutzung eines Ahnenprogramms zur besseren Übersicht.

  • Durch Gespräche einen Überblick über die Verwandtschaft erhalten
  • Existieren Urkunden über Eltern, Großeltern oder sonstige Verwandte?
  • Gibt es alte Ahnenpässe (Ariernachweise)?
  • Hat schon einmal jemand in der Familie geforscht?
    • Existiert bereits ein Stammbaum?
    • Gibt es Bücher über die Geschichte der Familie?
  • Können weitere Dokumente Aufschluss geben?
    • Familienbibeln
    • Briefe
    • Alte Familienfotos

Zu Beginn mag es übertrieben pedantisch erscheinen schlichtweg alle Informationen samt Quellenangaben zu dokumentieren. Doch je genauer man sich die Daten notiert, desto einfacherer ist es später erste Schritte nach zu vollziehen und weitere Personen ausfindig zu machen.

Digitale Forschung

Es mag absurd klingen, aber das Internet eignet sich hervorragend als Anlaufstelle. Allen voran die Seite FamilySearch. Hierbei handelt es sich mit über drei Milliarden Personendaten um die weltweit größte genealogische Datenbank. Sie wird von Mormonen der Genealogischen Gesellschaft von Utah (GSU) betrieben. Die GSU wurde am 13. November 1894 gegründet und begann im Jahr 1938 mit der Mikroverfilmung familiengeschichtlich relevanter Originalunterlagen, also z.B. Kirchenbücher, Zivilstandsregister, Volkszählungsunterlagen, Gerichtsakten, etc. Seit einigen Jahren werden diese Daten darüber hinaus digitalisiert und online zur Verfügung gestellt. Sinnvoll ist eine dortige Suche jedoch nur bei Personendaten von vor 1900!

Auf FamilySearch kann man aktuell folgende Funktionen nutzen:

  • Suche nach Personendaten anhand von
    • Geburt, Taufe, Bestattung
    • Ehepartner, Hochzeit
    • Eltern
    • Orten
  • Suche nach Familienbüchern, bzw. Katalogen
  • Hochladen und Bearbeiten des eigenen Stammbaums

Neben der Datenbank der GSU gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten der Ahnenforschung im Internet:

Mein aktueller Forschungsstand kann auf den Seiten von Geneanet oder Gedbas eingesehen werden.

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